Peru

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16. August 2026

Wir freuen uns sehr, die staatliche Schule „I.E. 7064 María Auxiliadora“ in Lima, Peru, als neue Schule in unserem internationalen Schul-Netzwerk begrüßen zu dürfen.

Ende Juli wurde die Schule offiziell zur neuen Netzwerkschule ernannt. Unsere Schatzmeisterin von Lehrerinnen und Lehrer ohne Grenzen Deutschland, Annemarie Castillo Mispireta, war dafür persönlich vor Ort und überreichte der Schulleiterin, Giovanna del Castillo, die Ernennungsurkunde. Der herzliche Empfang und der offene Austausch haben gezeigt, wie groß das Interesse an einer internationalen Zusammenarbeit und am gemeinsamen Lernen voneinander ist.

1.800 Schüler unter schwierigen Bedingungen

Die Schule Maria Auxiliadora ist eine große Bildungseinrichtung: Vom Kindergarten über die Grundschule bis zur Sekundarstufe II werden dort insgesamt rund 1.800 Schüler unterrichtet. Die Schule liegt im Stadtteil Chorillos in Lima, einem sozial benachteiligten Stadtgebiet. Viele Familien der Schüler leben in sehr einfachen Verhältnissen.

Die Rahmenbedingungen, unter denen die Schule arbeitet, sind entsprechend herausfordernd. Aufgrund fehlender und einsturzgefährdeter Räumlichkeiten und einer unzureichenden Infrastruktur findet der Unterricht in zwei Schichten Vormittags und Nachmittags statt.

Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen beeindruckt vor allem das große Engagement der Lehrkräfte und Schüler:innen. Mit Müllsammel- und Pflanzaktionen setzen sie sich gemeinsam dafür ein, bessere Grundlagen für gute Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Mit eigenen Schulgärten Zukunft gestalten

Ein besonders schönes Beispiel dafür sind die Schulgärten, die sowohl für die Grundschule als auch für die weiterführenden Klassen mit viel Aufwand in dem trockenen Schulgrundstück angelegt wurden. Sie werden von den Schüler:innen gepflegt, die auch die Ernte weiterverarbeiten und an die umliegende Gemeinde verkaufen.

Das Engagement der Schule wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: Mit ihren Projekten konnte Maria Auxiliadora zweimal den nationalen Bildungswettbewerb des peruanischen Bildungsministeriums gewinnen. Mit dem jeweiligen Preisgeld konnten die Schulgärten aufgebaut und weiterentwickelt werden.

Internationale Vernetzung schafft neue Möglichkeiten

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Vernetzung mit Schulen in Deutschland. Über unser Bildungsnetzwerk konnte die Schule bereits Kontakt zur IGS Speyer aufnehmen. Beide Schulen möchten eine enge Zusammenarbeit aufbauen.

Gerade vor dem Hintergrund von unterschiedlichen Lebens- und Lernbedingungen bietet eine solche Partnerschaft viele Chancen: Schüler:innen und Lehrkräfte können voneinander lernen, neue Perspektiven kennenlernen und gemeinsam an Bildungsfragen arbeiten, die über Ländergrenzen hinweg relevant sind. Gleichzeitig wird durch die Zusammenarbeit sichtbar, welche Herausforderungen Schulen weltweit bewältigen müssen – und welche kreativen Lösungen vor Ort entstehen.

Unterstützung wird dringend benötigt

Neben der Sanierung der Schulgebäude besteht insbesondere beim Ausbau der digitalen Infrastruktur dringender Bedarf.

Wir freuen uns sehr, Maria Auxiliadora in unserem Bildungsnetzwerk willkommen zu heißen. Die Begegnung vor Ort hat uns einmal mehr gezeigt, wie wertvoll internationale Schulpartnerschaften sind und wie viel Engagement und Kreativität in unseren Netzwerkschulen steckt.

Wir blicken mit großer Freude auf die kommende Zusammenarbeit und sind gespannt auf die Projekte, Begegnungen und Ideen, die daraus entstehen werden.

 

Überreichung der Netzwerkplakette von Annemarie Castillo Mispireta (Schatzmeisterin LuLoG Deutschland) an die  Schulleiterin Giovanna del Castillo