Wir freuen uns sehr, Reiner Engelmann im Rahmen einer musikalischen Lesung in Wilhelmshaven als Vereins-Botschafter gewinnen zu können.
Reiner Engelmann war nach dem Studium der Sozialpädagogik 35 Jahre im Schuldienst an einer Förderschule tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Nicht der Lehrplan stand im Zentrum seiner Arbeit, sondern die Fragen und Probleme, die die Schülerinnen und Schüler hatten, auf die sie Antworten suchten. „Menschenbildung“ war für ihn immer ein zentrales Anliegen, besonders in dieser Schulform, in der er gearbeitet hat.
Bereits als Jugendlicher trat er der Organisation Amnesty International bei und setzte sich für die Einhaltung der Menschenrechte ein. In dieser Organisation ist er auch heute noch aktiv.
„Erinnern für die Zukunft“ lautet seine innere Überschrift für seine literarische Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Im Rahmen von vielen Studienfahrten nach Auschwitz hat er Überlebende des Lagers getroffen und über sie geschrieben. Sie alle mahnen, sich gegen jedwede Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit sowie rechtspopulistischen Tendenzen entgegenzusetzen. Mitgefühl und Nächstenliebe müssen stärker sein als Macht und Unterdrückung, plädiert Herr Engelmann auch auf seinen Lesungen.
Es hat mich sehr gefreut, zum Botschafter des Vereins „Lehrerinnen und Lehrer ohne Grenzen“ ernannt zu werden. Für das Recht auf Bildung weltweit setze ich mich ein, seitdem ich Mitglied der Organisation Amnesty International bin. Bildung in Ländern, in denen der Schulbesuch von Kindern nicht selbstverständlich ist, war und ist schon immer ein Ziel, für das ich mich eingesetzt habe. Gute Bildung ist Grundvoraussetzung für eine gute Zukunft der Kinder. Das gilt universell. Wenn wir auf demokratisch geprägte Länder in Europa schauen, aber auch in die USA, müssen wir leider feststellen, dass sich rechtspopulistisches Gedankengut ausbreitet und eine Gefahr besteht, dass solche Parteien wieder an die Macht kommen. Deswegen kommt der Bildung im Sinne von Aufklärung eine verstärkte Bedeutung zu. Bildung muss immer bedeuten, alle Menschen im Blick zu haben, niemand darf ausgegrenzt, ausgeschlossen und an den Rand gedrängt werden. (Reiner Engelmann)
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